WordPress bringt im Grundzustand nur das Nötigste mit: Seiten, Beiträge, Bilder und Benutzer. Alles Weitere kommt über Plugins dazu. Ein Plugin installierst du mit wenigen Klicks im Backend. Danach steht die neue Funktion zur Verfügung, oft mit eigenen Einstellungen. Im offiziellen Verzeichnis auf wordpress.org gibt es über 76000 kostenlose Plugins (Stand Oktober 2026). Dazu kommen kostenpflichtige Premium-Plugins.
Typische Plugins auf KMU-Websites sind Kontaktformulare und Terminbuchungen, Mehrsprachigkeit für Deutsch und Französisch, ein Onlineshop wie WooCommerce und SEO-Einstellungen für Titel und Beschreibungen. Dazu kommen oft Cookie-Hinweise, Caching und Bildoptimierung.
Die Kehrseite: Jedes Plugin ist fremder Code auf deiner Website. Laut den Sicherheitsfirmen Patchstack und Wordfence betreffen 91 bis 96 % der bekannten WordPress-Sicherheitslücken Plugins und nur selten WordPress selbst. Werden Lücken bekannt, suchen automatisierte Angriffe gezielt nach Websites mit der alten Version. Deshalb brauchen Plugins regelmässige Updates. Zu viele Plugins machen eine Website zudem langsamer und anfälliger für Konflikte.
Darauf solltest du achten:
- So wenige wie möglich: Prüfe jede Funktion kritisch. Brauchst du sie wirklich?
- Gepflegt: Wann kam das letzte Update? Wie viele aktive Installationen gibt es? Passt das Plugin zur aktuellen WordPress-Version?
- Seriöse Quelle: Premium-Plugins nur beim Hersteller kaufen, nie als «Gratis-Version» von dubiosen Seiten.
- Aufräumen: Deaktivierte Plugins löschen, denn auch sie können Lücken enthalten.
In unseren Wartungspaketen sind Updates von WordPress, Themes und Plugins enthalten.
Ein Hofladen im Entlebuch will auf seiner WordPress-Website Produkte zum Abholen anbieten. Statt eine eigene Programmierung zu bezahlen, installiert die Betreiberin ein Shop-Plugin. Für Abholzeiten und Bestellbestätigungen kommen zwei kleinere Erweiterungen dazu. Ein Jahr später stehen auf der Website zwanzig Plugins, einige davon seit Monaten ohne Update. Bei einer Durchsicht fliegen sieben unnötige Plugins raus. Die übrigen werden jeden Monat aktualisiert. Die Seite lädt danach schneller, und es gibt weniger mögliche Einfallstore für Angriffe.