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Webdesign

One-Pager oder Website mit Unterseiten: Was passt?

Eine Seite oder mehrere? Was ein One-Pager kann, wo er an Grenzen stösst, was beides in der Schweiz kostet und wie du später ausbaust.

Kurz gesagt

Ein One-Pager passt, wenn du ein klares Angebot hast und schnell online sein willst. Eine Website mit Unterseiten passt, wenn du mehrere Leistungen anbietest, die bei Google einzeln gefunden werden sollen. Viele starten mit einem One-Pager und bauen ihn später aus.

Was ist der Unterschied?

Ein One-Pager besteht aus einer einzigen langen Seite. Statt Unterseiten gibt es Abschnitte, etwa Angebot, Über uns und Kontakt. Das Menü springt per Klick zum passenden Abschnitt. Auf dem Handy scrollt man einfach durch.

Eine Website mit Unterseiten verteilt die Inhalte auf mehrere Seiten mit eigener Adresse, zum Beispiel /leistungen/kuechen oder /kontakt. Jede Seite hat einen eigenen Titel und eine eigene Beschreibung für Google. Impressum und Datenschutzerklärung liegen bei beiden Varianten auf eigenen kleinen Seiten.

Vor- und Nachteile im Vergleich

One-Pager und Website mit Unterseiten im Vergleich
KriteriumOne-PagerWebsite mit Unterseiten
StartSchnell onlineBraucht mehr Planung
KostenTieferHöher, je nach Seitenzahl
InhaltKurz und auf den PunktPlatz für Details pro Thema
Bei Google gefunden werdenVor allem für ein HauptthemaEine eigene Seite pro Leistung
Auf dem HandyEinfach durchscrollenNavigation über das Menü
WachstumWird mit jedem Abschnitt längerNeue Seiten lassen sich einfach ergänzen

Ein One-Pager zwingt dich, das Wichtigste kurz zu sagen. Das ist ein Vorteil. Sobald du aber viel zu erklären hast, wird die Seite lang und unübersichtlich.

Ein One-Pager passt zum Beispiel für

  • ein Café in der Altstadt mit Karte, Öffnungszeiten und Lage,
  • eine Physiotherapeutin in Horw mit einem klaren Angebot,
  • ein Start-up, das vor dem ersten Produkt schon Anfragen sammeln will,
  • einen Anlass oder eine Kampagne mit Ablaufdatum.

Unterseiten lohnen sich zum Beispiel für

  • eine Schreinerei in Kriens mit Küchen, Türen und Reparaturen,
  • ein Treuhandbüro mit mehreren Dienstleistungen und Zielgruppen,
  • Betriebe, die Referenzen, offene Stellen oder Neuigkeiten zeigen.

Was Google dazu sagt

Google empfiehlt für jede Seite einen eigenen, aussagekräftigen Titel und eine eigene Beschreibung, passend zu ihrem Inhalt. Ein One-Pager hat genau einen Titel und eine Beschreibung. Beide müssen alles abdecken, was du anbietest.

Das klappt gut, solange es ein Hauptthema gibt, etwa «Physiotherapie Horw». Bietet eine Schreinerei in Kriens dagegen Küchen, Türen und Reparaturen an, kann eine einzelne Seite nur begrenzt viele Suchbegriffe abdecken. Mit einer Unterseite pro Leistung bekommt jedes Thema einen eigenen Titel, eine eigene Überschrift und eigene Inhalte.

Sprungmarken wie #angebot helfen beim Navigieren. Eigene Adressen für Google werden daraus aber nicht, denn URL-Fragmente unterstützt die Google Suche laut Google im Allgemeinen nicht. Für Google bleibt ein One-Pager eine einzige Seite.

In seinem SEO-Leitfaden rät Google ausserdem zu beschreibenden Adressen und dazu, thematisch ähnliche Seiten in Verzeichnissen zu gruppieren, etwa alle Leistungen unter /leistungen/. Wie du in deiner Region gefunden wirst, steht im Ratgeber Lokal bei Google gefunden werden.

Kosten und Dauer

Schweizer Agenturen nennen in Preisvergleichen diese Richtwerte. Die Dauer setzt voraus, dass Texte, Bilder und Feedback rechtzeitig kommen.

Kosten und Dauer nach Art der Website
VarianteKosten als RichtwertTypische Dauer
One-PagerCHF 700 bis 3’5001 bis 2 Wochen
Website mit 3 bis 6 SeitenTeil der Spanne für KMU-Websites2 bis 4 Wochen
KMU-Website bis 15 SeitenCHF 3’000 bis 15’0004 bis 8 Wochen ab 7 Seiten

Dazu kommen laufende Kosten für Domain, Hosting und Wartung. Bei uns bekommst du nach dem Erstgespräch eine feste Offerte, die Wartung mit Hosting in der Schweiz gibt es ab CHF 30 pro Monat. Alle Zahlen im Detail stehen im Ratgeber Was kostet eine Website?.

Checkliste für deinen Entscheid

Beantworte diese Fragen ehrlich mit Ja oder Nein:

  1. Lässt sich dein Angebot in einem Satz erklären?
  2. Brauchst du die Website schnell, etwa zur Gründung oder Eröffnung?
  3. Ist dein Budget fürs Erste knapp?
  4. Bietest du mehrere Leistungen an, nach denen Leute einzeln suchen?
  5. Willst du in mehreren Orten oder Regionen gefunden werden?
  6. Veröffentlichst du regelmässig Neues, etwa Projekte, Beiträge oder offene Stellen?
  7. Brauchst du pro Thema viel Erklärung, Preise oder häufige Fragen?

Überwiegen die Ja bei den ersten drei Fragen, reicht für den Start ein One-Pager. Überwiegen sie bei den letzten vier, plane Unterseiten ein.

Später ausbauen

Ein One-Pager ist kein Entscheid für immer. Ist er mit einem CMS wie WordPress gebaut, lassen sich später Unterseiten, ein Blog oder eine zweite Sprache ergänzen. Design, Texte und Domain bleiben bestehen.

Beim Ausbau wird aus einem Abschnitt eine eigene Seite. Die Startseite bleibt, wird kürzer und verlinkt auf die neuen Seiten. Plane deshalb schon beim One-Pager einen Abschnitt pro Leistung, mit klarer Überschrift und eigenem Text. Dann ist der Ausbau später vor allem Fleissarbeit und kein Neubau.

Wie wir kleine Websites so bauen, dass sie mitwachsen, siehst du auf der Seite One-Pager.

Quellen

Häufige Fragen

Ist ein One-Pager schlecht für SEO?

Nicht grundsätzlich. Eine einzelne Seite kann für ein Hauptthema gut gefunden werden. Sollen mehrere Leistungen einzeln gefunden werden, braucht jede eine eigene Unterseite.

Was kostet ein One-Pager in der Schweiz?

Schweizer Agenturen nennen in Preisvergleichen rund CHF 700 bis 3’500, je nach Anbieter und Design. Dazu kommen Domain, Hosting und Wartung.

Wie viele Seiten braucht eine KMU-Website?

So viele, wie du Themen hast, nach denen Leute suchen. Oft sind das Startseite, eine Seite pro Leistung, Über uns und Kontakt. Mehr Seiten lohnen sich nur, wenn sie echte Fragen beantworten.

Kann ich einen One-Pager später zu einer Website ausbauen?

Ja, wenn er mit einem CMS wie WordPress gebaut ist. Dann kommen neue Seiten dazu, ohne dass Design und Domain wechseln.

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