Computer im Internet finden sich über Zahlenfolgen, sogenannte IP-Adressen. Die kann sich niemand merken. Deshalb gibt es Domains, also lesbare Namen wie stackd.ch. Das Domain Name System (DNS) funktioniert wie ein Telefonbuch. Gibst du eine Domain im Browser ein, schlägt das DNS nach, auf welchem Server die Website liegt, und leitet dich dorthin.
Eine Domain besteht aus zwei Teilen. Vorne steht der Name, den du wählst. Hinten steht die Endung, zum Beispiel .ch, .com oder .li. Die .ch-Domains verwaltet die Stiftung Switch im Auftrag des Bundesamts für Kommunikation (BAKOM). Registrieren kannst du sie aber nicht direkt dort, sondern bei einem Anbieter, einem sogenannten Registrar. Eine Domain kaufst du nicht für immer. Du mietest sie Jahr für Jahr. Eine .ch-Domain kostet rund CHF 11 bis 15 pro Jahr.
Domain und Hosting sind zwei verschiedene Dinge. Die Domain ist die Adresse, das Hosting ist das Grundstück, auf dem die Website steht. Beides kann beim gleichen Anbieter liegen, muss aber nicht. Für eine Firma ist die Domain mehr als eine Adresse. Die Domain steht auf Visitenkarten, Firmenautos und Rechnungen, und deine E-Mail-Adressen hängen daran. Wechselst du die Domain später, müssen Drucksachen, Profile und Links nachgezogen werden. Bestehende Domains verbinden wir mit der neuen Website oder ziehen sie auf unser Hosting um, verrechnet wird die Domain separat.
Darauf solltest du achten:
- Kurz und eindeutig: leicht zu tippen und am Telefon leicht zu buchstabieren. Umlaute und viele Bindestriche führen oft zu Tippfehlern.
- Auf deinen Namen: Als Halterin oder Halter sollte deine Firma eingetragen sein, nicht die Agentur oder ein früherer Mitarbeiter.
- Zugang sichern: Login beim Anbieter und Transfercode (Auth-Code) gehören in deine Unterlagen. Ohne sie wird ein Umzug mühsam.
- Verlängerung im Blick: Läuft eine Domain ab, sind Website und E-Mail weg. Im schlimmsten Fall registriert sie danach jemand anders.
Eine Schreinerei in Kriens startet mit der Domain schreinerei-beispiel.ch. Der Inhaber registriert sie bei einem Schweizer Anbieter auf den Namen der Firma. Die Website liegt bei einem Hoster, die E-Mails laufen über dieselbe Domain, etwa offerte@schreinerei-beispiel.ch. Drei Jahre später zieht die Website zu einem anderen Hoster um. Die Domain bleibt gleich. Im DNS wird nur eingetragen, dass sie jetzt auf den neuen Server zeigt. Für die Kundschaft ändert sich nichts, Visitenkarten und Beschriftung am Firmenauto bleiben aktuell.