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SEO

Website-Relaunch ohne Ranking-Verlust: Checkliste

Neue Website, alte Rankings behalten: welche Schritte Google bei einem Umzug empfiehlt, von der Liste aller alten Adressen bis zur Kontrolle in der Search Console.

Kurz gesagt

Damit ein Relaunch keine Rankings kostet, leitest du jede alte Adresse per 301-Weiterleitung auf die passende neue Seite um und übernimmst wichtige Inhalte, Titel und Beschreibungen. Danach reichst du die neue Sitemap in der Google Search Console ein und beobachtest einige Wochen lang Indexierung und Zugriffe. Kurze Schwankungen sind laut Google normal.

Vor dem Relaunch: Inventar und Plan

Die wichtigste Arbeit passiert, bevor die neue Website online geht. Google nennt die Zuordnung zwischen alten und neuen Adressen als zentralen Schritt jedes Umzugs.

  1. Alle alten URLs erfassen: Seiten, PDFs und Bilder, zum Beispiel aus der alten Sitemap, mit einem Crawler oder aus der Search Console.
  2. Wichtige Seiten markieren: Welche Seiten bringen Besuche, Anfragen oder Links von anderen Websites? Mit diesen beginnst du.
  3. Neue Struktur planen: Für jede alte Adresse die passende neue Seite festlegen.
  4. Alte Website sichern: Ein vollständiges Backup, bevor irgendetwas umgestellt wird.

Halte das Ergebnis in einer einfachen Tabelle fest: alte URL, neue URL, Status. Diese Liste ist später die Grundlage für die Weiterleitungen und für die Tests vor dem Livegang.

Wechselst du von einem Baukasten zu WordPress, hilft der Ratgeber WordPress oder Baukasten beim Entscheid.

301-Weiterleitungen für jede alte Adresse

Jede alte URL leitet dauerhaft auf ihre neue Entsprechung weiter. Google empfiehlt serverseitige, permanente Weiterleitungen wie 301 oder 308. Laut Google haben solche Weiterleitungen keine negativen Auswirkungen auf den PageRank. So kann die Liste für eine Schreinerei in Kriens aussehen:

Beispiel einer Weiterleitungsliste
Alte URLNeue URLStatus
/angebot.html/leistungen/kuechen/301
/team.php/ueber-uns/301
/aktion-2019/kein Ersatz404 oder 410

Drei Regeln aus Googles Leitfaden:

  • Direkt aufs endgültige Ziel weiterleiten, keine Ketten über mehrere Stationen.
  • Seiten ohne neue Entsprechung geben sauber den Fehlercode 404 oder 410 zurück.
  • Weiterleitungen möglichst lange behalten, mindestens ein Jahr.

Inhalte, Titel und Beschreibungen übernehmen

Was heute bei Google gefunden wird, hat einen Grund: Inhalte, die Fragen beantworten. Wer beim Relaunch Texte stark kürzt oder ganze Seiten weglässt, setzt genau diese Rankings aufs Spiel. Übernimm die Inhalte gut laufender Seiten und verbessere sie, statt sie zu ersetzen.

Das Gleiche gilt für Seitentitel und Meta-Beschreibungen. Google empfiehlt für jede Seite einen eigenen, aussagekräftigen Titel und eine eigene Beschreibung. Bewährte Titel übernimmst du, schwache formulierst du neu. Auch Bilder gehören dazu: Dateinamen und Alternativtexte, die heute funktionieren, nimmst du mit.

Dazu kommen technische Signale: Jede neue Seite verweist per Canonical-Tag auf sich selbst, und die SEO-Grundlagen wie Überschriften und strukturierte Daten stimmen von Anfang an.

Testen vor dem Livegang

  1. Die neue Website entsteht auf einer Testumgebung, die für Suchmaschinen gesperrt ist. Die alte bleibt so lange online.
  2. Weiterleitungen testen: einzeln mit dem URL-Prüftool der Search Console, die ganze Liste mit einem Crawler.
  3. Interne Links auf die neuen Adressen umstellen, damit die Website selbst nicht über Weiterleitungen läuft.
  4. Tracking einrichten: Webanalyse, Ziele wie Formularanfragen und, wo nötig, den Cookie-Hinweis.
  5. Formulare, Handy-Ansicht und Ladezeit prüfen.
  6. Sperren aus der Entwicklungsphase entfernen, etwa noindex oder eine blockierende robots.txt.
  7. Einen Zeitpunkt mit wenig Besuchen wählen. Google empfiehlt das, damit Fehler weniger Folgen haben.

Nach dem Livegang: einreichen und beobachten

Reiche die neue Sitemap in der Google Search Console ein. Dafür öffnest du den Bericht «Sitemaps», fügst die Adresse der Sitemap ein und klickst auf «Senden». Wechselt auch die Domain, meldest du den Umzug zusätzlich mit dem Tool zur Adressänderung. Für neue Pfade auf derselben Domain oder den Wechsel von http auf https braucht es das nicht.

Aktualisiere ausserdem Links, die du selbst in der Hand hast: dein Google-Unternehmensprofil, Social-Media-Profile, Verzeichnisse und Werbekampagnen. Beobachte danach einige Wochen lang:

  • den Sitemaps-Bericht: Wie viele der eingereichten URLs sind indexiert?
  • den Bericht zur Indexierung: Tauchen Fehler oder ausgeschlossene Seiten auf?
  • Suchanfragen und Klicks im Vergleich zur alten Website,
  • die Webanalyse: Kommen die Anfragen über die Formulare weiterhin an?

Schwankungen im Ranking sind laut Google während eines Umzugs normal. Bei mittelgrossen Websites dauert es einige Wochen oder länger, bis Google die neuen Adressen anstelle der alten zeigt. Wie wir einen Relaunch umsetzen, steht auf der Seite Website-Relaunch.

Typische Fehler, die Rankings kosten

  • Seiten löschen ohne Weiterleitung: Besuchende landen auf einer Fehlerseite, und Google findet die Verbindung zur neuen Seite nicht.
  • Bilder und PDFs vergessen: Google nennt ausdrücklich auch Bilder und Videos als Teil der Zuordnung.
  • Die Sperre aus der Testphase stehen lassen: Ein vergessenes noindex hält die ganze neue Website aus den Suchergebnissen.
  • E-Mails beim Domain-Wechsel übersehen: Stimmen die Mail-Einträge beim neuen Anbieter nicht, kommen keine Mails mehr an.
  • Zu früh aufatmen: Abgeschlossen ist der Umzug laut Google erst, wenn der Googlebot jede alte und neue Adresse mindestens einmal besucht hat. Feste Zeiten dafür gibt es nicht.

Quellen

Häufige Fragen

Verliere ich bei einem Relaunch meine Rankings?

Nicht zwingend. Mit vollständigen 301-Weiterleitungen und übernommenen Inhalten bleiben die wichtigen Signale erhalten. Kurze Schwankungen sind normal, eine Garantie gibt es nie.

Wie lange muss ich Weiterleitungen behalten?

Google empfiehlt mindestens ein Jahr, besser so lange wie möglich. Alte Links und Lesezeichen funktionieren nur, solange die Weiterleitung besteht.

Wie lange dauert es, bis Google die neue Website kennt?

Bei mittelgrossen Websites laut Google einige Wochen oder länger. Grosse Websites brauchen mehr Zeit.

Brauche ich das Tool zur Adressänderung in der Search Console?

Nur, wenn sich die Domain ändert, etwa von firma-luzern.ch auf firma.ch. Für neue Pfade auf derselben Domain oder den Wechsel auf https reichen Weiterleitungen und eine neue Sitemap.

Webdesign in Luzern

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Wir erfassen alle alten Adressen, richten die Weiterleitungen ein und prüfen nach dem Livegang, ob Google die neuen Seiten aufnimmt.

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